Streik auf der Biennale in Solidarität mit Palästina

Künstler:innen, Kulturbeschäftigte und Gewerkschaften organisierten direkte Aktionen, einen historischen Streik auf der Biennale und Massenproteste gegen die Beteiligung Israels.

Die Solidarität mit Palästina stand bei der internationalen Kunstausstellung Biennale in Venedig im Mittelpunkt. Eine Gruppe von Aktivist:innen, Künstler:innen und Kulturbeschäftigten der Art Not Genocide Alliance (Anga) organisierte im Mai mehrere Aktionen.

Bereits am 17. März hatten sie einen offenen Brief übergeben, in dem sie den Ausschluss Israels von der Ausstellung forderten. Darauf reagierte die Biennale nicht.

Daraufhin beschloss Anga, den Druck zu erhöhen. Die Gruppe störte den Eröffnungstag der Biennale mit einer direkten Solidaritätsaktion für Palästina. Am 8. Mai ging Anga einen Schritt weiter und rief zu einem 24-stündigen Streik im Kultursektor von Venedig auf. Zum ersten Mal in der Geschichte der Biennale legten Beschäftigte während der Ausstellung die Arbeit nieder.

Insgesamt schlossen sich 26 nationale Pavillons der Aktion an und blieben für einen Tag geschlossen. Als der eintägige Streik endete, versammelten sich rund 3.000 Menschen zu einer Demonstration.


Bild: Protest gegen den Pavillon Israels auf der Biennale in Venedig (Foto: Thierry Geoffroy/Flickr CC BY-NC-SA 4.0) 

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