Kundgebung gegen Bundeswehr an Schulen

Protest gegen Bundeswehr an Schulen

Am 8. Juni gab es in Berlin eine spontane Kundgebung gegen die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung des Senats zur Zusammenarbeit mit Jugendoffizierinnen und Jugendoffizieren der Bundeswehr an Schulen. 

Die Kooperationsvereinbarung des Berliner Senats mit der Bundeswehr soll es Jugendoffizierinnen und Jugendoffizieren erleichtern, an Berliner Schulen für den Kriegsdienst zu werben.  

Ca. 50 Personen, unter anderem von der GEW, SDAJ, solid Berlin, Eltern gegen Wehrpflicht und SVU machten sich gegen die geplante Beeinflussung der Schüler laut, bis das Landesinstitut alle Fenster schloss und die Jalousien zuzog. Die Rednerinnen und Redner erinnerten an die Schulstreiks gegen Wehrpflicht.

Keine Bundeswehr an Schulen

»Offiziere in der Schule sind unmenschlich. Das ist nur der nächste Schritt, um Jugendliche in die Bundeswehr zu bekommen. Wir haben eine stagnierende Wirtschaft und wenige Ausbildungsplätze. Die Bundeswehr lockt mit Führerschein, der inzwischen 3000 Euro kostet, und hohem Gehalt. Da sind wir dagegen. Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze«, sagte ein Jugendlicher mit »Nein zur Wehrpflicht«-Sticker auf dem Rücken.

»Die Schüler sollen über Krieg sprechen. Aber nicht über eine Ausbildung an der Waffe, sondern durch Demokratiebildung und kritisches Denken«, erklärte Felicia Kompio, Vorsitzende der GEW Berlin.

Aufgrund des kurzen Vorlaufs von wenigen Tagen war die Kundgebung eher klein, aber entschlossen und sichtbar. Protestaktionen wie diese sind einfach und schnell reproduzierbar, in jedem Landkreis.

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