Merz‘ Rentenreform wird die Renten kürzen. Der Vorschlag der Rentenkommission führt ab 2032 automatisch zu niedrigeren Renten.
Die abschlagsfreie Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren soll wegfallen. Merz will außerdem das Renteneintrittsalter, das jetzt schon bis 2031 auf 67 Jahre steigen wird, danach weiter erhöhen.
Das trifft besonders Arbeiter:innen mit niedrigem Einkommen. Die ärmsten 20 Prozent haben jetzt schon eine um 10 Jahre niedrigere Lebenserwartung als die reichsten 20 Prozent. Viele Beschäftigte werden ihre Rente nie erleben – die Klimakrise wird ihre Anzahl weiter erhöhen.
Renten über Finanzmärkte sichern?
Die Regierung will zusätzlich die Versicherungsbeiträge um zwei Prozent des Bruttolohnes erhöhen und damit einen staatlich verwalteten Aktienfonds finanzieren. Sie liefert die Renten den Finanzmärkten aus.
Merz bezieht Verbeamtete und Abgeordnete weiterhin nicht in die allgemeine Rentenversicherung ein. Die Bemessungsgrenze, ab wann Einkommen nicht mehr mit Beiträgen belastet werden, bleibt unverändert.
Superreiche zahlen nicht
Merz verschont die Kapitaleinkünfte der Superreichen. Zum Beispiel zahlen die reichsten 5.000 Menschen in Deutschland, denen rund drei Billionen Euro (27 Prozent des gesamten Finanzvermögens in Deutschland) gehören, gar nicht in die Rentenkasse ein.
Merz will die Arbeiterklasse zahlen lassen, damit das Kapital profitiert. Das ist Merz’ »Reform«. Nur breite Proteste können diesen Angriff stoppen.