Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Gründung des sächsischen Ablegers der »Generation Deutschland« in Chemnitz. Von SVU Chemnitz
Am 31. Januar wurde der sächsische Ableger der neuen AfD-Jugend »Generation Deutschland« in Chemnitz gegründet. Ort und Zeit des Gründungstreffens waren geheim gehalten und nur nach der Anmeldung mitgeteilt worden. Man hatte wohl noch die Nase gestrichen voll von dem um Stunden verspäteten bundesweiten Gründungstreffen in Gießen im November 2025, bei dem wegen der massenhaften Proteste viele der Jungnazis gar nicht bis in den Veranstaltungssaal gelangen konnten. Trotzdem kamen 300 Antifaschist:innen zum kurzfristig organisierten Protest vor Ort und haben den Jungnazis gezeigt, dass sie auch in Chemnitz nicht willkommen sind.
Generation Deutschland und Identitäre Bewegung
Als Vorsitzender des sächsischen AfD-Jugend wurde der Bautzener AfD-Stadtrat Lennard Scharpe gewählt. Er ist bereits Finanzbeauftragter der neugegründeten AfD-Jugend im Bund. Der ehemalige sächsische Vorsitzende der »Jungen Alternative« hält es für wichtig, »sich mit relevanten Akteuren des politischen Vorfelds der AfD auszutauschen. Zu diesem Vorfeld gehört neben vielen anderen Akteuren die Identitäre Bewegung. So zitiert ihn die Tagesschau. Er macht auch gegen CSD-Aufzüge mobil und bedrängt als Pseudojournalist deren Teilnehmer:innen. Das gehört bei den Jungnazis zur eigenen Identität.
Seine Verbindungen zu und Aktivitäten in burschenschaftlichen, identitären und extrem rechten Strukturen und Kampagnen zeigen, wer sich dort vernetzt.
Dass bei der Gründung auch der Landtagsabgeordnete André Wendt vor Ort war, spricht Bände. Wendt erkundigte sich in einer kleinen Anfrage nach den Kosten für Sterilisationen junger Flüchtlinge. Während die AfD als parlamentarischer Arm des rechten Terrors in den Parlamenten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene wütet, wird durch die engere Anbindung der neu gegründeten Parteijugend auch deren Naziumfeld noch enger an die AfD herangezogen.